Wählen Sie den Bezirk aus

Objekt Nr.1

Foto aus dem persönlichen Archiv von Alexander Dering

Name: Die Barnauler Silberschmelzfabrik // Theaterplattform „Spitschka (Zündholz)“
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 37
Datum des Baus: 1739.
Autor: A.I. Molchanov

Historisches Ereignis: Am 28. September (9. Oktober, nach „neuem Stil“), 1739, 1 km von der Mündung des Flusses Barnaulka entfernt, begann der Bau eines Staudamms für die Kupferfabrik von Akinfi Demidow. Die Fabrik wurde am 5. Juli 1744 in Betrieb genommen. Zunächst spezialisierte sich die Fabrik auf das Schmelzen von Kupfer, dann gingen die Fabriken in den Besitz des Kabinetts Seiner Majestät über und beschäftigten sich mit dem Schmelzen von Silber. Der Generalmajor Andreas Benediktovich Beėr wurde zum ersten Leiter der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk ernannt. Für den erfolgreichen Betrieb der Fabrik lud das Zarenkabinett aus Freiberg (Sachsen) Fachleute für Silberschmelzen ein – Johann Samuel Christiane und Johann Michael Junghans.

Während seiner Reise durch die Provinzen des Russischen Reiches besuchte der berühmte deutsche Naturforscher und Mitglied der Akademie der Wissenschaften Peter Simon Pallas die Stadt Barnaul im Jahr 1771. Der Wissenschaftler hinterließ eine detaillierte Beschreibung des Damms in seinem Tagebuch: „Der Fabrikdamm ist 232 Saschen (eine Saschen beträgt 2,1 Meter) lang und 30 Saschen breit, und der Teich erstreckt sich nach oben zwischen den sandigen Hügeln des Barnauler Kiefernwaldes, wo ein Fluss fließt und den er hierher bis aus der Steppe begleitet. Die derzeitigen Fabriken befinden sich am Fabrikdamm und sind im besten Zustand. Sie sind alle aus Holz gebaut und von einer Mauer umgeben, die sich an der Hauptstraße mit einem neuen, mit gutem Geschmack eingerichteten Bürogebäude trifft… und eben dort befinden sich zwei Haupteingängen.‟

Derzeit ist die Wiederherstellung von Gebäuden und die Verbesserung des Gebiets bei der Erstellung des Tourismus-Clusters „Barnaul — eine Bergbaustadt‟ vorgesehen, das von der Verwaltung der Altai-Region initiiert und auf der föderalen Ebene unterstützt wurde.

Im Jahr 2015 führte der Barnauler Architekt Alexander Dering die Tradition der Subbotniks (der freiwilligen Arbeitseinsätze) ein, um das gesamte Territorium der ehemaligen Fabrik von Unkraut und Müll zu säubern und um die Bewohner von Barnaul in die Restaurierung des Denkmals und in das Erlernen seiner Geschichte einzubeziehen.

Literaturverzeichnis:
„Spitschka“ / die Barnauler Silberschmelzfabrik http://spichka.org/
Wikipedia. Artikel: Andreas BenediktovichBeėr https://ru.wikipedia.org/

Objekt Nr.2

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: Reichskanzlei der Bergbaufabriken von Kolyvano-Voskresensk  // Das staatliche Haus der Volkskunst in Altai
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 41
Datum des Baus: 1762-1766
Autor: A.I. Molchanov, J.N. Popov

Historisches Ereignis: Nach der Verlegung der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk in die Zuständigkeit des Zarenkabinetts im Jahr 1747 wurde die Ortsverwaltung vom Oberbergamt durchgeführt. Ursprünglich befand sie sich in Smeinogorsk, danach wurde es nach Barnaul verlegt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das erste zweistöckige Steingebäude mit 8 Fenstern entlang der Fassade mit einem Turm für die Bergbaubehörde errichtet, die als Kanzlei der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk bezeichnet wurde. Die meisten Bergbauleiter und Bergbaufachleute im Altai im 18. Jahrhundert stammten aus Sachsen und waren Absolventen der Bergakademie Freiberg. Andreas Benediktovich Beėr, Johann Samuel Christiani, Andreas Avraamovich Ihrmann, Johann Gottlieb Leube, Hans Michael Renovanz und viele andere Bergoffiziere leisteten ihren ehrenvollen Dienst im Altai.

Literaturverzeichnis:

Wikipedia. Artikel: Kanzlei der Bergbaufabriken von Kolyvano-Voskresensk. https://ru.wikipedia.org/

 

Objekt Nr.3

Foto von: Ustinowa Walerija Michajlowna

Name: Volkshaus // Staatliche Philharmonie der Altai-Region
Ort: Polsunova Str., 35
Datum des Baus: 1898 – 1900.
Autor: I.N. Ropet

Historisches Ereignis: Einmal stand ein Gefängnis an diesem Ort. Infolge des Feuers brannte es zusammen mit den Gefangenen nieder. Lange wurde an diesem Ort nichts mehr eingerichtet, da es als ungut angesehen wurde. Ende des 19. Jahrhunderts kam Vasily Schtilke nach Barnaul. Er wurde wegen seiner revolutionären Stimmung aus der Hauptstadt gewiesen. Hier in Barnaul verwendete er seine Energie darauf, die Menschen auszubilden. Barnaul war keine Bergstadt mehr, sondern sie wurde zu einer zweitklassigen kaufmännischen Stadt. Vasily Schtilke zog Spenden an und erledigte den Bau eines Volkshauses in Barnaul. Zu dieser Zeit waren in Europa solche Volkshäuser sehr populär. Es wurden dort Volksfeiern veranstaltet, man konnte Aufführungen besuchen und die Bibliothek benutzen.

Schtilke Vasily Konstantinovich war ein Mann der Öffentlichkeit und ein berühmter Pädagoge. Durch seine aktive Tätigkeit leistete er einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung von Bildung und Kultur im Altai.

 

Objekt Nr.4

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: Gornaja Apteka (Bergapotheke) // Touristenzentrum „Gornaja Apteka“ (Bergapotheke)
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 42
Datum des Baus: 1793-1794.
Autor: A.I. Molchanov

Historisches Ereignis: Die Gornaja Apteka (Bergapotheke) ist ein einzigartiges Denkmal für Geschichte und Architektur des 18. Jahrhunderts, das erste Backsteingebäude in Barnaul, das während der Existenz der Bergbaufabriken von Akinfi Demidow entstand. In den Jahren der Aneignung Sibiriens war Barnaul eines der Zentren des regionalen Apothekennetzwerks. Die Bergapotheke wurde genutzt, um die Krankenhäuser des Bezirks mit Medikamenten, Mitteln zur Patientenversorgung, Instrumenten und medizinischen Büchern zu versorgen. Hier wurden Medikamente aus lokalen Kräutern hergestellt. Hier arbeiteten die ersten Mediziner – Andrej Brandt – der erste Apotheker, Dr. Zederkopf – der erste Arzt, er war es, der General Beėr behandelte und die Geschichte seiner Krankheit unterschrieb. Als Oberarzt des gesamten Bezirks wurde nach Barnaul Abraham Eschke eingeladen. Heute ist das architektonische Denkmal des 18. Jahrhunderts – Gornaja Apteka (Bergapotheke) – eine pharmazeutische Fabrik und ein Museum.

Literaturverzeichnis:

Wikipedia. Artikel: „Gornaja Apteka“ (Bergapotheke). https://ru.wikipedia.org/wiki/Горная_аптека

 

Objekt Nr.5

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: Staatliches Landeskundemuseum in Altai
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 46
Datum des Baus: 1823.
Autor: I.F. Nosovich

Historisches Ereignis: Das Museum wurde 1823 auf Initiative eines Arztes, Altaiforschers, korrespondierenden Mitglieds der Russischen Akademie der Wissenschaften Friedrich Gebler und des Bergbauingenieurs, Organisators der Bergbauproduktion im Altai Peter Frolov, gegründet. Hier wurden Exponate ausgestellt, die seit dem 18. Jahrhundert in Barnaul gesammelt wurden: ethnografische Materialien der Völker Sibiriens und Nordamerikas, Modelle von Bergbaumaschinen und -mechanismen, ein Herbarium. Es gab hier auch eine Bibliothek.

Seine Eröffnung wurde zeitlich mit dem 100. Jahrestag der Bergbauproduktion im Altai abgestimmt, doch mit der Sammlung hatte man viel früher angefangen. Als Grundlage der ersten Ausstellungen waren die Modelle von Bergbaumaschinen und -mechanismen, die in Fabriken vom Altai verwendet wurden, Haushaltsgegenstände der sibirischen Bevölkerung, Tierbälge, getrocknete Insekten und eine Sammlung von Mineralien, die im Laufe der Arbeitsjahre der Barnauler Fabrik gesammelt wurden. Zu den wertvollsten Exponaten dieser Zeit zählen ein Modell der Dampfmaschine von Polsunov, das nach seinen Zeichnungen im Jahr 1825 hergestellt wurde, sowie ein Modell der Mine in Smeinogorsk und einige andere Dinge.

Literaturverzeichnis:

Wikipedia. Artikel: Staatliches Landeskundemuseum in Altai. https://ru.wikipedia.org/

 

Objekt Nr.6

Foto aus dem persönlichen Archiv von Alexander Dering

Name: Apotheke von Krüger
Ort: Barnaul, Pushkin-Strasse, 64

Historisches Ereignis: Einer Version zufolge hat der Unternehmer E.F. Krüger bei der Stadtverwaltung von Barnaul eine Bitte vorgebracht, ihm den Bau eines zweistöckigen Hauses auf der Pushkin-Strasse zu ermöglichen, wo sich jetzt die Apotheke befindet. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Apotheke nicht ihm, sondern der preußischen Landesangehörige Wilhelmine Germanovna Krüger gehörte. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum es auf den erhaltenen Fotos die Inschrift „Apotheke von W. Krüger“ und nicht „Apotheke von Krüger“ zu sehen ist.

Nach der ursprünglichen Gebäudeplanung wurden im Erdgeschoss ein Handelspavillon und ein Labor und im zweiten Stock – ein Wohnbereich des Gebäudebesitzers untergebracht. Das Gebäude ist jetzt geschlossen und muss restauriert werden. Sein Besitzer und Initiator der Restaurierung ist der Gründer von „Museum der Zeit“ in Barnaul S. Korepanov.

Literaturverzeichnis:

Zarechneva I.G. Die Geheimnisse des Denkmals der Holzarchitektur „Apotheke von Kruger“ / Заречнева, И.Г. Тайны памятника деревянного зодчества «Аптека Крюгер» / Zarechneva I.G. // Erhaltung und Untersuchung des kulturellen Erbes der Altai-Region. – Nr. 23. – 2017. – S. 180-185. / И.Г. Заречнева // Сохранение и изучение культурного наследия Алтайского края. – № 23. – 2017. – С. 180-185.

Objekt Nr.7

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: „Abschied. Den Opfern politischer Repression gewidmet“
Ort: Barnaul, Platz der Freiheit
Datum des Baus: 2010.
Autoren: Prokopij Schtschjetinin, Anatolij Schtschjetinin

Historisches Ereignis: 1989 öffneten Studenten der Altai-Universität unter den Mauern des Stadtgefängnisses die Massengräber der Opfern politischer Repression auf dem sogenannten Barnaul-Berg. Dort wurden nachts die Leichen der Hinrichteten in überdachten Lastwagen gebracht.

Außerdem lebten viele Deutsche in der Region Altai, dessen Verwandte in den 30er Jahren unterdrückt wurden. Auch auf dem Territorium der Region gab es 1941 viele deportierte Deutsche.

Das Denkmal wurde am Tag der Einheit des Volkes im Jahr 2010 auf dem ehemaligen Kathedralenplatz in Barnaul eröffnet. Vor dem Krieg war es der Zentralplatz der Stadt, bis 1935 gab es hier eine Kathedrale. Auf Initiative von gesellschaftlich aktiven Bürgern wurde 1996 ein Grundstein zur Erinnerung an die Opfer politischer Repression auf dem Platz der Freiheit (ehemaliger Kathedralenplatz) gelegt.

Das Modell der Skulptur „Abschied“ – ein Sohn hängt mit gefesselten Händen an der Figur eines Vaters – wurde vom altaischen Bildhauer Prokopij Schtschjetinin geschaffen. Wie viele Familien von Entkulakisiertern zog die Familie seiner Eltern gegen ihren Willen aus dem Gebiet Moskau nach Sibirien um. Zwei Jahrzehnte später konnte der Künstler Anatolij Schtschjetinin mit Hilfe von Wohltätern den Plan seines Vaters verwirklichen.

Das 4.5 Meter hohe Bronzedenkmal wurde im Moskauer Werk „ZIL“ geschmolzen, der rote Granit für den Sockel wurde aus Finnland geliefert und in St. Petersburg geschliffen. Der Entwurf des Denkmals wurde von den Architekten Elena und Alexej Krylow vorbereitet. Die Verschönerung des Territoriums des Denkmals wurde von der Stadtverwaltung durchgeführt.

Jedes Jahr am 30. Oktober, am Gedenktag an die Opfer politischer Repression, legen die Nachkommen von Opfern der Unterdrückung Blumen an das Denkmal. Die Russlanddeutschen haben ihr eigenes tragisches Datum im Zusammenhang mit dem Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941, das das Leben von Hunderttausenden von Sowjetdeutschen grundsätzlich verändert hat. An diesem Tag kommen Russlanddeutsche zum Denkmal, um das Andenken an ihre deportierten Verwandten und Freunde zu ehren. Außerdem lebten viele Deutsche in der Altai-Region, dessen Verwandte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts unterdrückt wurden.

Literaturverzeichnis:

„VisitAltai“ Artikel: Denkmal „Abschied. Den Opfern politischer Repression gewidmet“. http://www.visitaltai.info/

Radio Free Europe. Artikel: In Barnaul wurde ein Denkmal für Opfer der Unterdrückung eröffnet. https://www.svoboda.org/

 

Objekt Nr.8

Foto von: Stanislav Sidorkin

Name: Grabstätte von Schtilke Vasily Konstantinovich
Ort: Hochlandpark (Nagorny Park)

Historisches Ereignis: 1884 gründete V.K. Stilke die Gesellschaft für die Pflege der Grundschulbildung in Barnaul und war fast bis zu seinem Lebensende der eigentliche Leiter der Gesellschaft, der Organisator aller ihrer Initiativen. Die Gesellschaft hat die Geschichte der Bildung des Volkes sowie die Kultur der Stadt tief geprägt: 2 kostenlose Grundschulen (Sajtschanskaja und Nagornaja), 2 Sonntagsschulen für Erwachsene, 2 freie Schulen und öffentlichen Stadtbibliotheken  (heute regionale universelle wissenschaftliche Schischkow-Bibliothek in Altai), erste Buchhandlung in der Stadt, ein Amateurtheater, ein Stadtgarten. Es wurden Vorlesungen abgehalten und es wurde das Volkshaus errichtet.

Literaturverzeichnis:

Offizielle Webseite der Altai-Region. Artikel: Schtilke Vasily Konstantinovich (1850–1908). https://www.altairegion22.ru/

Objekt Nr.9

Foto von: Stanislav Sidorkin

Name: Gedenkstätte für Friedrich Wilhelmovich Gebler
Ort: Hochlandpark (Nagorny Park)
Eröffnungsdatum: 4. Dezember, 2001

Historisches Ereignis: Friedrich Gebler, Arzt und Altaiforscher, leistete einen großen Beitrag zur Entwicklung der Region. Nach seinem Tod wurde er auf dem Hochlandfriedhof (Nagorny-Friedhof), auf dem Territorium des heutigen Hochlandparks beigesetzt. 1925 erschien ein Artikel von G.E. Johansens „Vergessenes Grab. Zum Andenken an F.V. Gebler“, in dem der Autor über die Notwendigkeit schrieb, das Grabdenkmal des Wissenschaftlers zu erhalten, der für den Altai eine wichtige Rolle spielte. Anfang der 1930er Jahren wurde Andrian Jakovlevich Ageev beauftragt, an der Rekonstruktion des Denkmals zu arbeiten, das 26 Rubel und 5 Kopeken kostete. Bereits Mitte der 1930er Jahre, als der Hochlandfriedhof zerstört wurde, wurde das Denkmal auch zerstört. Die Gedenkstätte wurde am 4. Dezember 2001 zu Ehren des 220. Geburtstages von F. Gebler restauriert.

Objekt Nr.10

Foto von: Ustinowa Walerija Michajlowna

Name: Gedenktafel von I.I. Ertel
Ort: Pushkin-Straße, 17

Historisches Ereignis: An der Kreuzung von Puschkin-Straße und Komsomolskij-Prospekt in der Stadt Barnaul befindet sich ein großes modernes Gebäude, das unter Leitung des Russlanddeutschen Iwan Iwanowitsch Ertel errichtet wurde.

An der Fassade des Gebäudes wurde am 26. Juni 1998 eine Gedenktafel mit dem Porträt und der Inschrift angebracht, wo es geschrieben stand: „In diesem Gebäude befand sich 1974-1985 der Regionalverband des Altai „Selchoztechnika“, der 22 Jahre lang (1962-1984) unter Leitung von  Iwan Iwanowitsch Ertel war, wer sein ganzes Leben der Mechanisierung der Landwirtschaft in der Region gewidmet hat.“

Im Mai 1961 wurde in der Region ein Verein „Selchoztechnika“ gegründet und Iwan Ertel wurde zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Doch bereits im Juli 1962 wurde Iwan Iwanowitsch Vorsitzender von „Krajselchoztechniki“: Die neu geschaffene Organisation sollte für die materielle und technische Unterstützung der regionalen Landwirtschaft verantwortlich sein. Während seiner Arbeit im System „Selchoztechnika“ wurden 56 Regionalverbände wiederaufgebaut, sowie zwei Reparaturwerke, fünf große Reparaturwerkstätten, 61 Tankstellen, 60 technische Austauschbüros, eine große Anzahl von

Lagern und Garagen wurden errichtet. Diese Liste kann fortgesetzt werden: 270.000 Quadratmeter Wohnfläche, ganze Stadtteile mit eigenen Kindergärten, Geschäften und Klubs.

Er widmete sich völlig seiner Arbeit. Iwan Ertel war ein taktvoller und geschickter Leiter, ein strenger und fleißiger Besitzer, der einen echten deutschen Ordnungssinn besaß: an seinem Arbeitsplatz herrschte immer Ordnung. Iwan Iwanowitsch sprach kurz, aber klar und zur Sache. Er war höflich mit Untergeordneten, redete sie mit “Sie” an, machte nie Vorwürfe in Gegenwart von Kollegen, sondern forderte ein Gespräch unter vier Augen. Er beschwerte sich nicht über das Schicksal und machte ihr nie Vorwürfe, aber er war immer eine starke und zuverlässige, zielbewusste Person.

Iwan Iwanowitsch Ertel wurde mit dem Orden des Roten Banners der Arbeit, dem „Ehrenzeichen“ und den Medaillen „Für tapfere Arbeit. Zum Gedenken den 100 Geburtstag von W.I. Lenin“, „Für Tapferkeit in der Arbeit“, „Für ausgezeichnete Leistungen“, „Für die Entwicklung der Jungfernländer“, einschließlich Medaillen der Ausstellung des wirtschaftlichen Errungenschaften UdSSR ausgezeichnet. Ihm wurde auch der Titel „Geehrter Agraringenieur der Russischen Föderation“ verliehen.

Aufgeschrieben nach den Worten von Metzler David Davidowitsch

Objekt Nr.11

Foto von: LocalPrayers.  Evangelisch-Lutherische Kirche im Altai. https://www.localprayers.com/

Name: Evangelisch-Lutherische Kirche des Heiligen Paulus
Ort: Lenin-Prospekt, 16
Datum des Baus: 1861.
Verfasser: Harald Bosse

Historisches Ereignis: Einer der ältesten Tempel in Barnaul – die evangelisch-lutherische Kirche des Heiligen Paulus – blieb etwa ein Jahrhundert lang in der Stadt stehen. Das 1861 erbaute Gebäude wurde in den 1970er Jahren zerstört. Die lutherische Gemeinde ließ sich im Altai nieder von dem Moment an, als diese Provinz an Russland angeschlossen wurde. Im 18. Jahrhundert bildeten die lutherischen Deutschen die Elite der Region – Bergoffiziere und Fachkräfte arbeiteten in Kupfer- und Silberschmelzfabriken, in Bergwerken und besetzten leitende Positionen. Der erste Leiter dieser Region, der Oberbefehlshaber der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk, war Andreas Benediktovich Beėr, ein Lutheraner. Heute sind die Lutheraner des Altai größtenteils die Angehörigen der Evangelisch-Lutherischen Kirche des Augsburger Bekenntnisses (ELK AB).

Objekt Nr.12

Foto von: Altapress. Artikel: Die älteste Schule in Barnaul feierte ihr Jubiläum. https://altapress.ru/

Name: Zajchanskaja-Grundschule
Ort: Anatolija Str., 241
Datum des Baus: 1896.
Gründer: V.K. Schtilke

Historisches Ereignis: Die Schule wurde vom berühmten Pädagogen Vasily Konstantinovich Schtilke gegründet. Die ersten Schüler wurden im November 1892 aus den Kindern der Siedlung Zajchanskaja rekrutiert. Das offizielle Geburtsdatum ist aber der 6. September 1896, als das Gebäude der Zaychansk-Schule auf  Anatolija Str., 241 eröffnet wurde, wo es auch heute liegt. Im ersten Jahr studierten 146 Jungen und 52 Mädchen an der Schule in Zaychansk.

Die Schule wurde mit Mitteln der Stadtregierung und privater Spender gebaut. Innerhalb der Schule gab es drei geräumige Klassenzimmer, einen Aufenthaltsraum, ein Lehrerzimmer, eine Garderobe, eine Küche, ein Wächterhaus und auf dem Schulhof gab es einen kleinen Kindergarten. Das Erstaunlichste ist, dass dieses kleine Holzgebäude mehr als hundert Jahre lang bis Anfang der 2000er Jahre in seinen Mauern Schüler empfing. Jetzt funktioniert das in das Register der städtischen Architekturdenkmäler eingetragene Gebäude der Zaychansk-Schule nicht mehr.

Literaturverzeichnis:

Altapress. Artikel: Die älteste Schule in Barnaul feierte ihr Jubiläum. https://altapress.ru/