Objekt Nr.1

Foto: Denkmäler für die Opfer politischer Repression auf dem Territorium der ehemaligen UdSSR. Denkmal für die Opfer politischer Repression der 1930er Jahre – Bewohner des Dorfes Srostki. https://www.sakharov-center.ru/

Name: Denkmal für die Opfer politischer Repression von 1933-1937 ( „Stein der Trauer“)
Ort: Sowjetskaja Str., zwischen den Häusern 53 und 55
Eröffnungsdatum: 19. Juli 1997
Autor: N.N. Faddeenkov

Historisches Ereignis: Die Inschrift auf der Platte: „Ewiges Angedenken an die unschuldigen Opfer politischer Repression der 30er Jahren – die Bewohner des Dorfes Srostki.“ Am Fuße auf sechs Metallbrettern sind mehr als 100 Namen verewigt. Das Denkmal wurde mit Spenden von Dorfbewohnern, Kindern und Verwandten der Verfolgten geschaffen. Der Autor des Projekts und der Leiter der Arbeit ist ein Dorfbewohner N.N. Faddeenkov. Das Denkmal wurde an der Stelle errichtet, an der sich in den 1930er Jahren die Miliz befand und von wo aus die Verhafteten im April 1933 nach Barnaul geschickt wurden. In den Jahren 1933-1937 sind in Srostki 116 Menschen zu den Opfern ungerechtfertigter politischer Repression geworden. Die Opfer der Repression waren Menschen verschiedener Nationalitäten, darunter auch Deutsche. Während des Großen Vaterländischen Krieges wurden aus Wolgagebiet vertriebene Deutsche zu einer Sondersiedlung nach Srostki geschickt. In jener Zeit wurden 57 deutsche Familien (272 Personen) ins ländliche Haushaltsregister der Dorfverwaltung eingetragen. Alle arbeitsfähigen Männer wurden in die Arbeitsarmee aufgenommen.

Literaturverzeichnis: Das Virtuelle Gulagmuseum. Museumsbestand. Denkmal für die Opfer politischer Repression ( „Stein der Trauer“) im Dorf Srostki. http://www.gulagmuseum.org/