Objekt Nr.1

Foto von: Ressourcenzentrum im Bereich Migration. Altai-Region: Museen. Akinfiy-Demidov-Museum der Geschichte von der Bergbauentwicklung. http://migrantocenter.ru/

Foto von: Ustinowa Walerija

Name: Akinfiy-Demidov-Museum der Geschichte von der Bergbauentwicklung
Ort: Schtschorsa Str., 13
Eröffnungsdatum: 27. April 1985

Historisches Ereignis: Das Museum widmet sich der Geschichte von der Bergbauentwicklung im Altai. Derzeit gibt es im Museum 3 Säle und eine Ausstellung „Freilichtmuseum‟, wo die Exponate der modernen Bergbaumaschinen und des Durchgangstors der Festung der Mine in Smeinogorsk ausgestellt werden. Das Museum wurde von Walentina Christianowna Reich-Smirnowa gegründet, einer Russlanddeutsche, die auch Opfer der Blockade in Leningrad war.

Derzeit verfügt das Museum über 16.000 Exponate. Es besteht aus drei Hauptsälen, wo man sich mit Archäologie, Bergbaugeschichte und Mineralien vertraut machen kann. Zwei Kanonen, die zum Schutz der Stadtfestung dienten, wurden neben der Mauern des Museums aufgestellt.

1744 schickte Zarin Jelisaweta Petrowna nach Altai eine Kommission von 97 Personen unter Leitung von Brigadier A. Beėr. Das Hauptziel dieser Kommission war es, die Kapazität der Erzlagerstätte auf Smeinaja gora (im Jahr 1744 wurde die Stadt Smeinogorsk gegründet) zu bestimmen. Das Steinschneidewerk Kolywan produzierte 44,5 Pfund Silber. Damit wurde die Möglichkeit einer industriellen Silberproduktion bewiesen.

Die Schwierigkeit beim Silberschmelzen bestand darin, dass Silber nicht direkt aus Erzen gewonnen wurde. Zuerst wurden die Erze geschmolzen, um flüssige Schlacken abzutrennen, die an die Oberfläche der Schmelze stiegen, und dadurch die Silberkonzentration in dem unter dem deutschen Namen „Rohstein‟ bekannten rohen Erz zu erhöhen. Die ersten Lehrer der Russen in der Silber-Metallurgie im Altai waren die Sachsen.

Smeinogorsk war zuerst ein kleines Dorf, das sich später in eine der fortgeschrittenen Städte des Russischen Reiches entwickelte – dann geriet sie in Verfall und belebte sich wieder. Smeinogorsk blieb lange Zeit eine der führenden Industriestädte des zaristischen Russland, mehr als ein Jahrhundert lang füllten seine Bewohner die Staatskasse mit Silber und Gold, und der berühmte uralische Fabrikherr Akinfiy Demidov war an der Entwicklung der Produktion beteiligt. Hierher kamen Spezialisten für Bergbau aus Sachsen. Die sächsischen Spezialisten für Bergbau mit hohem Qualifikationsniveau leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines Personalschulungssystems für die Kabinettswirtschaft und zur Organisation der Verwaltungsapparate für Bergbauanlagen und Minen des Bergbaubezirks Kolyvano-Voskresensk (Altai). Die Eisenbahn erschien hier viel früher als in Europa, und die Stadt hat eine sehr reiche Geschichte, wo viele historische Denkmäler erhalten geblieben sind.

Als Exponaten des Museum Smeinogorsk kann man Bruchstücke von Erzlagerstätten, Mineralien und Erzeugen des Steinschneidewerks Kolywan sehen. Im größten Saal des Museums, der der Erzkunde gewidmet ist, befinden sich Gemälde, Muster von Werkzeugen, Unterlagen über Bergarbeiter und Bergbautechnologien, Haushaltsgegenstände und anderes mehr. Es gibt viele Informationen über Wissenschaftler und Reisende, die die Stadt besucht haben. Es gibt auch interessante archäologische Artefakte.

Trotz der Erscheinung neuer Einrichtungen im Museum war und ist es für die Bewohner der Stadt ein Bergbau-Museum. 2007 wurde das Museum Smeinogorsk als das beste Regionalmuseum anerkannt und 2009 wurde es in das Akinfiy-Demidov-Museum umbenannt.

Literaturverzeichnis:
Tourister. Artikel: Akinfiy-Demidov-Museum der Geschichte von der Bergbauentwicklung in Smeinogorsk. https://www.tourister.ru/