Barnaul - eine Stadt mit deutschem Erbe

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Standpunkt №1

Foto aus dem persönlichen Archiv von Alexander Dering

Name: Die Barnauler Silberschmelzfabrik // Theaterplattform „Spitschka (Zündholz)“
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 37
Datum des Baus1739
Autor: A.I. Molchanov

Historisches Ereignis: Am 28. September (9. Oktober, nach „neuem Stil“), 1739, 1 km von der Mündung des Flusses Barnaulka entfernt, begann der Bau eines Staudamms für die Kupferfabrik von Akinfi Demidow. Die Fabrik wurde am 5. Juli 1744 in Betrieb genommen. Zunächst spezialisierte sich die Fabrik auf das Schmelzen von Kupfer, dann gingen die Fabriken in den Besitz des Kabinetts Seiner Majestät über und beschäftigten sich mit dem Schmelzen von Silber. Der Generalmajor Andreas Benediktovich Beėr wurde zum ersten Leiter der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk ernannt. Für den erfolgreichen Betrieb der Fabrik lud das Zarenkabinett aus Freiberg (Sachsen) Fachleute für Silberschmelzen ein – Johann Samuel Christiane und Johann Michael Junghans.

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Standpunkt №2

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: Reichskanzlei der Bergbaufabriken von Kolyvano-Voskresensk  // Das staatliche Haus der Volkskunst in Altai
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 41
Datum des Baus: 1762-1766
Autor: A.I. Molchanov, J.N. Popov

Historisches Ereignis: Nach der Verlegung der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk in die Zuständigkeit des Zarenkabinetts im Jahr 1747 wurde die Ortsverwaltung vom Oberbergamt durchgeführt. Ursprünglich befand sie sich in Smeinogorsk, danach wurde es nach Barnaul verlegt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das erste zweistöckige Steingebäude mit 8 Fenstern entlang der Fassade mit einem Turm für die Bergbaubehörde errichtet, die als Kanzlei der Fabriken von Kolyvano-Voskresensk bezeichnet wurde. Die meisten Bergbauleiter und Bergbaufachleute im Altai im 18. Jahrhundert stammten aus Sachsen und waren Absolventen der Bergakademie Freiberg. Andreas Benediktovich Beėr, Johann Samuel Christiani, Andreas Avraamovich Ihrmann, Johann Gottlieb Leube, Hans Michael Renovanz und viele andere Bergoffiziere leisteten ihren ehrenvollen Dienst im Altai.

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Standpunkt №3

Foto von: Svetlana Genrikhs

 

Name: Gornaja Apteka (Bergapotheke) // Touristenzentrum „Gornaja Apteka“ (Bergapotheke)
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 42
Datum des Baus: 1793-1794.
Autor: A.I. Molchanov

Historisches Ereignis: Die Gornaja Apteka (Bergapotheke) ist ein einzigartiges Denkmal für Geschichte und Architektur des 18. Jahrhunderts, das erste Backsteingebäude in Barnaul, das während der Existenz der Bergbaufabriken von Akinfi Demidow entstand. In den Jahren der Aneignung Sibiriens war Barnaul eines der Zentren des regionalen Apothekennetzwerks. Die Bergapotheke wurde genutzt, um die Krankenhäuser des Bezirks mit Medikamenten, Mitteln zur Patientenversorgung, Instrumenten und medizinischen Büchern zu versorgen. Hier wurden Medikamente aus lokalen Kräutern hergestellt. Hier arbeiteten die ersten Mediziner – Andrej Brandt – der erste Apotheker, Dr. Zederkopf – der erste Arzt, er war es, der General Beėr behandelte und die Geschichte seiner Krankheit unterschrieb. Als Oberarzt des gesamten Bezirks wurde nach Barnaul Abraham Eschke eingeladen. Heute ist das architektonische Denkmal des 18. Jahrhunderts – Gornaja Apteka (Bergapotheke) – eine pharmazeutische Fabrik und ein Museum.

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Standpunkt №4

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: Staatliches Landeskundemuseum in Altai
Ort: Barnaul, Polsunova Str., 46
Datum des Baus: 1823.
Autor: I.F. Nosovich

Historisches Ereignis: Das Museum wurde 1823 auf Initiative eines Arztes, Altaiforschers, korrespondierenden Mitglieds der Russischen Akademie der Wissenschaften Friedrich Gebler und des Bergbauingenieurs, Organisators der Bergbauproduktion im Altai Peter Frolov, gegründet. Hier wurden Exponate ausgestellt, die seit dem 18. Jahrhundert in Barnaul gesammelt wurden: ethnografische Materialien der Völker Sibiriens und Nordamerikas, Modelle von Bergbaumaschinen und -mechanismen, ein Herbarium. Es gab hier auch eine Bibliothek.

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Standpunkt №5

Foto aus dem persönlichen Archiv von Alexander Dering

Name: Apotheke von Krüger
Ort: Barnaul, Pushkin-Strasse, 64

Historisches Ereignis: Einer Version zufolge hat der Unternehmer E.F. Krüger bei der Stadtverwaltung von Barnaul eine Bitte vorgebracht, ihm den Bau eines zweistöckigen Hauses auf der Pushkin-Strasse zu ermöglichen, wo sich jetzt die Apotheke befindet. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Apotheke nicht ihm, sondern der preußischen Landesangehörige Wilhelmine Germanovna Krüger gehörte. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum es auf den erhaltenen Fotos die Inschrift „Apotheke von W. Krüger“ und nicht „Apotheke von Krüger“ zu sehen ist.

Nach der ursprünglichen Gebäudeplanung wurden im Erdgeschoss ein Handelspavillon und ein Labor und im zweiten Stock – ein Wohnbereich des Gebäudebesitzers untergebracht. Das Gebäude ist jetzt geschlossen und muss restauriert werden. Sein Besitzer und Initiator der Restaurierung ist der Gründer von „Museum der Zeit“ in Barnaul S. Korepanov.

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Standpunkt №6

Foto von: Svetlana Genrikhs

Name: „Abschied. Den Opfern politischer Repression gewidmet“
Ort: Barnaul, Platz der Freiheit
Datum des Baus: 2010.
Autoren: Prokopij Schtschjetinin, Anatolij Schtschjetinin

Historisches Ereignis: 1989 öffneten Studenten der Altai-Universität unter den Mauern des Stadtgefängnisses die Massengräber der Opfern politischer Repression auf dem sogenannten Barnaul-Berg. Dort wurden nachts die Leichen der Hinrichteten in überdachten Lastwagen gebracht.

Außerdem lebten viele Deutsche in der Region Altai, dessen Verwandte in den 30er Jahren unterdrückt wurden. Auch auf dem Territorium der Region gab es 1941 viele deportierte Deutsche.

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Standpunkt №7

Foto von: Stanislav Sidorkin

Name: Grabstätte von Schtilke Vasily Konstantinovich
Ort: Hochlandpark (Nagorny Park)

Historisches Ereignis: 1884 gründete V.K. Schtilke die Gesellschaft für die Pflege der Grundschulbildung in Barnaul und war fast bis zu seinem Lebensende der eigentliche Leiter der Gesellschaft, der Organisator aller ihrer Initiativen. Die Gesellschaft hat die Geschichte der Bildung des Volkes sowie die Kultur der Stadt tief geprägt: 2 kostenlose Grundschulen (Sajtschanskaja und Nagornaja), 2 Sonntagsschulen für Erwachsene, 2 freie Schulen und öffentlichen Stadtbibliotheken  (heute regionale universelle wissenschaftliche Schischkow-Bibliothek in Altai), erste Buchhandlung in der Stadt, ein Amateurtheater, ein Stadtgarten. Es wurden Vorlesungen abgehalten und es wurde das Volkshaus errichtet.

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Standpunkt №8

Foto von: Stanislav Sidorkin

Name: Gedenkstätte für Friedrich Wilhelmovich Gebler
Ort: Hochlandpark (Nagorny Park)
Eröffnungsdatum: 4. Dezember, 2001

Historisches Ereignis: Friedrich Gebler, Arzt und Altaiforscher, leistete einen großen Beitrag zur Entwicklung der Region. Nach seinem Tod wurde er auf dem Hochlandfriedhof (Nagorny-Friedhof), auf dem Territorium des heutigen Hochlandparks beigesetzt. 1925 erschien ein Artikel von G.E. Johansens „Vergessenes Grab. Zum Andenken an F.V. Gebler“, in dem der Autor über die Notwendigkeit schrieb, das Grabdenkmal des Wissenschaftlers zu erhalten, der für den Altai eine wichtige Rolle spielte. Anfang der 1930er Jahren wurde Andrian Jakovlevich Ageev beauftragt, an der Rekonstruktion des Denkmals zu arbeiten, das 26 Rubel und 5 Kopeken kostete. Bereits Mitte der 1930er Jahre, als der Hochlandfriedhof zerstört wurde, wurde das Denkmal auch zerstört. Die Gedenkstätte wurde am 4. Dezember 2001 zu Ehren des 220. Geburtstages von F. Gebler restauriert.

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