Objekt Nr.1

Fotoquelle: Forschungsarbeit „Register der Objekte des historischen Erbes des Deutschen Nationalkreises“, Cholodtsowa Darja Konstantinowna, Schülerin der Allgemeinbildenden Mittelschule von Halbstadt.

Name: Denkmal „Ewiges Andenken an die Freiheitskämpfer“
Ort: zentrale Parkanlage des Dorfes Podsosnowo, Krasnych Partisan Str.
Datum des Baus: 1961.
Autor: Kurt Hein

Historisches Ereignis: Nach den Geschichten von Alteingesessenen hatte das Denkmal echte Prototypen. Sie waren Einwohner von Podsosnowo, Teilnehmer des Aufstands im Dorf Tschernyj Dol in der Provinz Slawgorod im Jahr 1918: Johannes Heimbuch, Alexander Weiss und Herman Ebauer. Diese Menschen, die mit den Weissgardisten in einer Partisanenabteilung kämpften, wurden am 19. September 1918 in einem Hain außerhalb des Dorfes gefangen genommen und hingerichtet. Auf Wunsch der Dorfbewohner wurde zum Autor des Denkmals Kurt Hein gewählt, der als Künstler-Designer in der Kolchose arbeitete.

Objekt Nr.2

Fotoquelle: Forschungsarbeit „Register der Objekte des historischen Erbes des Deutschen Nationalkreises“, Cholodtsowa Darja Konstantinowna, Schülerin der Allgemeinbildenden Mittelschule von Halbstadt.

Name: Gedenktafel von Friedrich Friedrichowitsch Schneider
Ort: Schneider-Straße, 91
Eröffnungsdatum: 22. November 2011.

Historisches Ereignis: Die Gedenktafel wurde zu Ehren des Russlanddeutschen, des ehemaligen Vorsitzenden der Kolchose namens S. Kirow, Helden der sozialistischen Arbeit F.F. Schneider eröffnet. Sie erschien in dem Haus, in dem Friedrich Friedrichowitsch lange Zeit lebte. Unter seiner Leitung begann das Dorf zu gedeihen. Nach den Ergebnissen von 1973 nahm die Kolchose namens S. Kirow einen führenden Platz in der ganzen Sowjetunion ein. Es wurde viel Arbeit von mehr als einer Generation investiert, um das Dorf Podsosnowo zu dem zu machen, was es heute ist – das komfortabelste in der Altai-Region.

Die Straße, in der Friedrich Friedrichowitsch lebte, wurde zu seinem Ehren umbenannt. Im ländlichen Museum von Podsosnowo befindet sich seine Büste.

Objekt Nr.3

Fotoquelle: Forschungsarbeit „Register der Objekte des historischen Erbes des Deutschen Nationalkreises“, Cholodtsowa Darja Konstantinowna, Schülerin der Allgemeinbildenden Mittelschule von Halbstadt.

Name: Gedenktafel von Jakow Jakowlewitsch Focht
Ort: Gagarin Str., 144
Eröffnungsdatum: 29. Juli 2017.

Historisches Ereignis: Jakow Jakowlewitsch Focht arbeitete in den 60-70er Jahren des 20. Jahrhunderts als Lehrer an der Schule in Podsosnowo. Als Russlanddeutscher sammelte er sorgfältig Lebens- und Alltagsgegenstände der Russlanddeutschen, schrieb die Erinnerungen von Alteingesessenen und Zeitgenossen auf. Er hat mehrere Monographien über das Leben der Russlanddeutschen zusammengefasst.

Die Eröffnung der Gedenktafel fand am Tag der Feier der Gründung des Dorfes Podsosnowo statt. Zusammen mit der Eröffnung einer Gedenktafel an dem Haus, in dem er die letzten Jahre seines Lebens verbracht hat, wurde der Almanach „Mein Podsosnowo – 2017“ vorgestellt, in dem die Erzählung von J. J. Focht über die Geschichte des Dorfes veröffentlicht wurde.

Objekt Nr.4

Foto von: Diesendorf Inna Jurjewna

Name: Dorfmuseum von Podsosnowo
Ort: Gagarin Str., 83
Gründungsdatum: Anfang der 1970er Jahre.

Historisches Ereignis: Eines der ältesten Museen der Russlanddeutschen wurde ursprünglich im Keller des Verwaltungsgebäudes eröffnet. Im Mai 1982 zog das Museum in ein separates Gebäude um. Die Dorfbewohner selbst nahmen an der Sammlung der Exponate teil. Der erste Raum zeigt ein Wohnmodell einer deutschen Bauernfamilie in natürlicher Größe der 1930er Jahren. An den Ausstellungsständen kann man die Geschichte des Dorfes Podsosnowo kennenlernen. Das Museum enthält Dokumente über die Teilnahme von Dorfbewohnern am Aufstand im Dorf Tschernyj Dol in 1918 und über die Heldentaten der Dorfbewohnern während des Großen Vaterländischen Krieges. In einem speziellen Raum wird ausführlich über die Kolchose namens S. Kirow informiert, sowie wurde die Arbeitszimmer von Fjodor Fjodorowitsch Schneider, dem Vorsitzenden der Kolchose von 1960 bis 1988 rekonstruiert. Die ethnografische Sammlung wird durch Wohnmodelle der Russlanddeutschen des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts sowie durch viele Haushalts- und Kulturgüter repräsentiert.

Objekt Nr.5

Foto von: Kulygina-Hofmann  Irina Alexandrowna

Name: Lutherische Kirche
Ort: Gagarin Str., 83
Datum des Baus: Ende der 1990er Jahre.

Historisches Ereignis: Die Siedlungen der Deutschen Lutheraner entstanden in Sibirien Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Dorf Podsosnowo wurde 1894 von Lutheranern gegründet, die aus dem Wolgagebiet nach Sibirien kamen, um die Slawgoroder Steppe im Altai zu entwickeln. Einige Jahrzehnte später schlossen sich Glaubensgenossen den örtlichen deutschen Lutheranern an: die aus dem Wolgagebiet deportierten Deutschen.

Das von den ersten Dorfbewohnern erbaute Kirchengebäude wurde während der Zwangskollektivierung abgerissen. Die Gottesdienste wurden lange Zeit in den Häusern der Gläubigen abgehalten. Nach den Worten einer 1929 geborenen Bewohnerin des Dorfes E.I. Borgeno, war das moderne Gebäude der Kirche früher ein Dorfladen und wurde erst 1991 der lutherischen Gemeinde übergeben.

Derzeit ist die Gemeinde der Kirche klein, hauptsächlich vertreten durch ältere Generation der Russlanddeutschen, die sich regelmäßig versammeln, um gemeinsam auf Deutsch zu beten.

Literaturverzeichnis:
Kultur.RF. Die Tradition der geistlichen Lieder unter den deutschen Lutheranern des Dorfes Podsosnowo im Deutschen Nationalkreis der Altai-Region. https://www.culture.ru/

Objekt Nr.6

Foto von: Wikipedia. Artikel: Podsosnowo. https://ru.wikipedia.org/

Name: Zentrum der deutschen Kultur „Edelweiss“
Ort: Gagarin Str., 85

Beschreibung: Das Zentrum der deutschen Kultur „Edelweiss“ im Dorf Podsosnowo wurde 1996 gegründet. Das Zentrum übt eine aktive sprachliche Tatigkeit aus. Jugendliche nehmen am internationalen Deutsch-Russischen Jugendaustausch teil, legen Prüfungen im Programm von Goethe-Instituts „Fit in Deutsch“ ab, nehmen an den „Jugendtreffen“ sowie an lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Die lokale Deutschlehrerin Natalja Genrichowna Gerlach – Multiplikatorin des Instituts für ethnokulturelle Bildung BIZ für Spracharbeit, Teilnehmerin und Leiterin von Seminaren auf allrussischer Ebene.

Das Zentrum der deutschen Kultur entwickelt auch Gesang und Choreografie sowie Theaterkunst. Im Zentrum funktioniert ein Volksensemble deutscher Lieder „Morgenrot“. Im Zentrum der deutschen Kultur arbeiten Menschen, die den Dialekt der Russlanddeutschen sprechen.