Objekt Nr.1

Fotoquelle: Forschungsarbeit „Register der Objekte des historischen Erbes des Deutschen Nationalkreises“, Cholodtsowa Darja Konstantinowna, Schülerin der Allgemeinbildenden Mittelschule von Halbstadt.

Name: Stele der Erinnerung an die unterdrückten Bewohner des Dorfes Kamyschi
Ort: Friedhof des Dorfes Kamyschi
Datum des Baus: 2019

Historisches Ereignis: Auf dem Dorffriedhof wurde eine Gedenkstele errichtet. „In Erinnerung an die Bewohner des Dorfes Kamyshi, die in den Kerkern des NKWD erschossen wurden und an Hunger und Überarbeitung starben“ läutet die Inschrift auf dem Denkmal, auf der die Namen von 68 Bewohnern von Kamyschi eingraviert sind, mit Datum und Ort ihres Todes – Nowosibirsk, Slawgorod, Tomsk, Mariinsk. Die meisten der getöteten Bewohner von Kamyschi sind die Russlanddeutschen.

Objekt Nr.2

Foto von: Bekk Vladimir

Name: Museumsraum im Kulturhaus im Dorf Kamyschi
Ort: Lugowaja Str., 27a
Gründer: G.V. Pelts

Historisches Ereignis: Galina Wiktorowna  Pelts initiierte die Schaffung des Museums. Das Museum macht das Leben, die Traditionen und die Kultur der Russlanddeutschen anschaulich. Die Ausstellung kann in drei Zonen unterteilt werden. Das Wohnzimmer verfügt über eine Kommode, ein Bücherregal, einen Spiegel, ein Sofa, eine Truhe, einen Koffer, Handwerksgegenstände von Frauen sowie Gegenstände aus dem sowjetischen Alltag. Das Schlafzimmer hat zwei Betten, eine Wiege, einen Wandteppich, an den Wänden gibt es auch Auszüge aus den deutschen Spruchen und Fotos. In der Küche wurde ein Modell eines Ofens erstellt, Utensilien und Geschirr befinden sich in einer Anrichte und in den Regalen und in der Mitte steht ein gedeckter Tisch.

Objekt Nr.3

Foto von: Gebhardt Pawel

Name: Zentrum der deutschen Kultur „Gemeinschaft“ im Dorf Kamyschi
Ort: Lugowaja Str., 27a

Beschreibung: Das Zentrum der deutschen Kultur „Gemeinschaft“ begann in 1997 zu funktionieren. Das Hauptziel des Zentrums war es, die Sprache und Traditionen der Russlanddeutschen zu bewahren. Auf der Grundlage des Zentrums werden jedes Jahr Kinder- und Jugendklubs eröffnet, in deren Rahmen Treffen von Liebhabern der deutschen Sprache und ethnokulturelle Veranstaltungen durchgeführt sowie Nationalfeiertage der Russlanddeutschen gefeiert werden. Kinder, Jugendliche, Familien der Russlanddeutschen und die ältere Generation haben die Möglichkeit, sich nicht nur mit der deutschen Sprache vertraut zu machen, sondern auch auf Deutsch zu singen, nationale Tänze der Russlanddeutschen aufzuführen und sich auch mit dekorativen und angewandten Kunst zu beschäftigen.

Das Zentrum übt auch Projekttätigkeit aus. Dank dessen finden im Frühling und Herbst ethnokulturelle Plattformen im Zentrum statt. Die Projekte bieten die Möglichkeit, ihr Erbe – die Geschichte der Russlanddeutschen in ihrem Heimatdorf, ihrem Rayon, ihrer Region zu bewahren. Im Rahmen eines solchen Projekts entstand eine Broschüre der Dorfbewohnerin Amalia Strauch. Die wenig gebildete Frau schrieb Gedichte, erzählte Geschichte ihres Lebens, des Lebens einer einfachen russlanddeutscher Frau, die durch die Arbeitsarmee ging.

Pelts Galina Wiktorowna  – Leiterin des Zentrums der deutschen Kultur „Gemeinschaft“