Objekt Nr.1

Foto von: Irina Kulygina-Hofmann

Name: Redaktion der Zeitung „Nowoje wremja/NeueZeit“
Ort: Traktornaja Str., 27
Gründungsdatum: 1991

Historisches Ereignis: Die Zeitung wurde fast zeitgleich mit dem Wiederaufbau des Deutschen Nationalkreises am 30. November 1991 gegründet. Der Dialog der Kulturen, Sprachen, Religionen sowie die Bewahrung nationaler Traditionen war und ist eine der Hauptprioritäten der Ausgabe. Der erste Leiter der Zeitung ist Nikolaj Fjedorovich Schaidurov. Es gab 18 Mitarbeiter. Bis 1997 befand sich die Redaktion in Slawgorod und wurde dann ins Dorf Halbstadt verlegt. Die Zeitung war ursprünglich als zweisprachig registriert und wurde in zwei Sprachen, in Russisch und Deutsch veröffentlicht. Aber nach und nach wurden die Materialien in deutscher Sprache in kleinerem Umfang veröffentlicht.

Von 2005 bis heute ist die Herausgeberin der Zeitung Elena Georgievna Wolf, der Personalbestand zählt 6 Personen. Die Zeitung erscheint einmal pro Woche mit einer Auflage von 2100 Exemplaren. Derzeit veröffentlicht die Zeitung mit Unterstützung der Assoziation der öffentlichen Organisationen „Internationaler Verband der deutschen Kultur“ vierteljährlich eine zweisprachige Sonderausgabe in deutscher und russischer Sprache. Die Zeitung verfügt über eine eigene Website www.nzd22.ru, die aktiv von unseren ehemaligen Landsleuten, die nach Deutschland gezogen sind, besucht wird (20% des Publikums der Website).

Objekt Nr.2

Foto von: Irina Kulygina-Hofmann

Name: Zentrum der deutschen Kultur „Sonnenstrahl“
Ort: Klubnaja Str., 4
Gründungsdatum: 1995

Historisches Ereignis: Im Kulturhaus des Bezirks wurde ein Begegnungszentrum eröffnet, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die Sprache und Traditionen der Russlanddeutschen zu bewahren. Bis heute umfasst das Zentrum der deutschen Kultur 7 Kinderklubs und 1 Jugendklub, wo wöchentlich kostenlose Treffen von „Liebhabern der deutschen Sprache“ und ethnokulturelle Kreisen stattfinden sowie Nationalfeiertage der Russlanddeutschen gefeiert werden.

Objekt Nr.3

Foto von: Pavel Gebgardt

Name: Überörtliches Museum der Geschichte des Deutschen Nationalkreises der Region Altai
Ort: Klubnaja Str., 4
Gründungsdatum: 2008

Historisches Ereignis: Die Sammlung ethnografischer Gegenstände und Materialien zur Geschichte des Dorfes wird seit 1996, seit der Gründung des landeskündlichen Kreises beim Begegnungszentrum durchgeführt. Diese Tätigkeit wurde von Tatiana Nikolaevna Berzo initiiert. Bis 2000 wurde die Arbeit sehr intensiv durchgeführt, es wurden Ausflüge in benachbarte Dörfer organisiert, viele Exponate wurden geradezu von der Straße gesammelt. Nach der Abreise von T.N. Berzo wurde die Arbeit unterbrochen.  Die Arbeit wurde 2008 wieder aufgenommen, als das Museum Räumlichkeiten im Kulturhaus des Bezirks erhielt.

Die Ausstellung umfasst den Zeitraum von der Umsiedlung der Deutschen nach Russland bis heute: Dokumente, persönliche Gegenstände, Haushaltsgegenstände, Fotografien, Gemälde. Eine der einzigartigen Ausstellungen sind weibliche Handwerksgegenstände, die vor über 70 Jahren von einheimischen Frauen hergestellt wurden. Der Museumsbestand verfügt über mehr als 2500 Museumsexponate.

Objekt Nr.4

Foto von: Irina Kulygina-Hofmann

Name: Denkmal für die Opfer der politischen Repressionen
Ort: Kreuzung von Strassen Traktornaja und Perwomajskaja, Halbstadt
Datum des Baus: 2008
Autor: Die Idee, ein Denkmal zu schaffen, gehört einem Bewohner des Deutschen Nationalkreises P.P. Dickmann. Der Entwurf wurde von den Bewohnern des Bezirks W. Iwaschtschjenko und S. Markin erstellt Die Zeichnung auf den Stein wurde von Künstlern von OOO „Pamjat“ aus Slavgorodsky Bezirk aufgebracht.

Historisches Ereignis: Das Denkmal ist mit dem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 verbunden. Unschuldige Menschen wurden in die Arbeitsarmee hinter Stacheldraht geschickt, die Wolgadeutschen wurden nach Sibirien und Kasachstan umgesiedelt. Die meisten sind nie nach Hause nicht zurückgekehrt. Im heutigen Deutschen Nationalkreis leben sowohl die Umsiedler selbst als auch ihre Nachkommen. Der Prozess der Schaffung des Denkmals wurde von der Altai-Stiftung, Wirtschaftsleitern und Einzelpersonen finanziert. Die Eröffnung fand am Tag der Erinnerung an die Opfer der politischen Repression statt. Jetzt kommen jedes Jahr am 30. Oktober Einwohner und Studenten von Halbstadt mit Blumen zum Denkmal, um das Andenken der Opfer politischer Repressionen zu ehren.

Objekt Nr.5

Foto von: Irina Kulygina-Hofmann

Foto aus dem überörtlichen Museum der Geschichte des Deutschen Nationalkreis der Region Altai

Name: Eines der ältesten deutschen Privathäuser
Ort: Perwomajskaja Str., 22
Datum des Baus: um 1910

Historisches Ereignis: Eines der ältesten Privathäuser im Dorf Halbstadt, ein typisch deutsches Gebäude. Zuvor gehörte das Haus der Familie eines örtlichen Müllers, des deutschen Umsiedlers Jakob Johannovich Tjatr

Objekt Nr.6

Foto aus dem überörtlichen Museum der Geschichte des Deutschen Nationalkreis der Region Altai

Name: Dampfmühle // Privathäuser
Ort: Perwomajskaja Str., 19 und Perwomajskaja Str., 21
Datum des Baus: um 1912

Historisches Ereignis: Auf dem Gebiet des Dorfes Halbstadt gab es eine Getreidedampfmühle mit einem Gasgenerator. Sie wurde vermutlich 1912 von einem deutschen Umsiedler Jakob Johannovich Tjatr erbaut. Die Mühle funktionierte bis Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Mühlengebäude ist nicht erhalten geblieben. Heute sind an seiner Stelle Wohngebäude untergebracht.