Objekt Nr.1

Foto von: Wedischtschewa Marina Wladimirowna

Name: Zentrum der deutschen Kultur „Leader“ im Dorf Grischkowka
Ort: Lenin Str., 72

Beschreibung: Das Zentrum der deutschen Kultur „Leader“ wurde auf der Grundlage des Dorfrats von Grischkowka gemäß der Verordnung Nr. 25 vom 1. November 1997 der Verwaltung von Grischkowka gegründet.

Im Zentrum des Dorfes Grischkowka gibt es drei Klubs der deutschen Sprache, mehrere ethnokulturelle Klubs für Kinder im Kunsthandwerk „Handwerkswerkstatt“und „Kunsthandwerkerin“und für junge Leute einen ethnokulturellen Gesangzirkel „Triller“.

Die Hauptziele des Zentrums sind: Wiederbelebung, Erhaltung und Entwicklung der nationalen deutschen Kultur, der nationalen Identität, der Bräuche und Traditionen der Russlanddeutschen; Popularisierung der deutschen Sprache, Befriedigung der kulturellen und spirituellen Bedürfnisse der Russlanddeutschen.

Das Begegnungszentrum setzt seine Programme um und interagiert mit lokalen, bezirklichen und regionalen Institutionen. Die Teilnehmer von Kinder- und Jugendklubs lernen die deutsche Sprache kennen, erfahren über deutsche Volksbräuche und -rituale, lernen Lieder auf Deutsch, üben Gesang und Kunsthandwerk, helfen älteren Russlanddeutschen, nehmen an verschiedenen deutschen Festivals für Kinder und Jugendliche auf allen Ebenen teil. Es werden traditionelle deutsche Feiertage – Weihnachten, Ostern, Erntedankfest, Tag der Erinnerung und der Trauer der Russlanddeutschen, Konzertprogramme, Aufführungen von Märchen, ethnokulturelle Veranstaltungen durchgeführt.

Das Zentrum der deutschen Kultur verfügt über eine Vielzahl von Diplomen, Zertifikaten und Dankesbriefen. Die Absolventen des Zentrums sind außerhalb des Dorfes, des Rayons und der Region bekannt – Irina Warlamowa, Nadeshda Schroeder, Antonina Miroschnikowa, Elena Klassen und Swetlana Friesen-Henrichs.

Wedischtschewa Marina Wladimirowna – Leiterin des Zentrums der deutschen Kultur „Lider“

Objekt Nr.2

Fotoquelle: Grischkowka und umliegende Gegend 2004 – 2017. Artikel: Schulmuseum „Rad der Zeit“, 19. August 2015. http://alexanderfeld.blogspot.com

 

Name: Schulmuseum der Russlanddeutschen „Allgemeinbildende Mittelschule von Grischkowka“
Ort: Mira Str., 2
Eröffnungsdatum: 10. Dezember 2013
Gründer: S.A. Henrichs, I.I. Friesen

Historisches Ereignis: 1993 begann unter der Anleitung des Geschichtslehrerin Henrichs Swetlana Abramowna die Suche und Sammlung von Erinnerungen, Haushaltsgegenständen und historischen Dokumenten über die Entstehung des Dorfes. Später wurde der Klub „Sucher“ gebildet. Die Arbeit des Klubs wurde in folgenden Bereichen vorgestellt: Suche und Forschung sowie Projekttätigkeit. Im Rahmen des Klubs lernten die Teilnehmer die Geschichte ihres Heimatdorfes und ihres Volkes – der Russlanddeutschen.

Das Jahr 2007 wurde zu einem Wendepunkt – der Klub und die von den Teilnehmern gesammelten Exponate bekamen ihren eigenen Raum. Es wurde ein Museumsraum organisiert, in dem sich einige der Exponate befanden. Für die Mitglieder des Klubs wurde dies zu einer Plattform für die Entwicklung einer neuen Arbeitsrichtung – der Durchführung vollwertiger Exkursionen. Gleichzeitig entstand die Idee eine Rekonstruktion der Hausmauern der deutschen Siedler, der Gründer des Dorfes, zu schaffen.

2013 wurde dieser Traum verwirklicht. Zusammen mit den Schülern der Kunstschule und ihrem Leiter Iwan Iwanowitsch Friesen wurde die Rekonstruktion einer Erdhütte mit drei Arten von Wandbautechnologien und einer für deutsche Umsiedler typischen allgemeinen Innenausstattung erstellt. Im Museumsraum wurde nun ein separater Ausstellungsstand aufgebaut, der der Geschichte des Dorfes und der Kolchose gewidmet war, eine Frauenecke wurde organisiert, ein separater Platz wurde mit Ausstellungsständen der Geschichte der Deportation besetzt. Hier wurden ganze Sammlungen der materiellen und spirituellen Kultur der Russlanddeutschen präsentiert: Eisen, Auszüge aus den deutschen Spruchen, Stickereien usw.

Im Laufe der Jahre hat das Museum eine große Sammlung von Bibeln, Liederbüchern und Gebetbüchern gesammelt, und es wurde beschlossen, es zu erweitern. Im Herbst 2020 wurden Museumsvitrinen mit einer Ausstellung von Exponaten zur spirituellen Literatur eröffnet – Bibeln, die den Familien der Russlanddeutschen gehörten.

Henrichs Swetlana Abramowna – Lehrerin für Geschichte und Gesellschaftskunde der höchsten Kategorie, Direktorin der „Allgemeinbildenden Mittelschule von Grischkowka“, Leiterin des Museums der Russlanddeutschen im Dorf Grischkowka.