Objekt Nr.1

Foto von: Durch Russland mit dem Auto. Denkmal für die Opfer politischer Repression „Stein der Trauer“. https://autotravel.ru/otklik.php/

Foto von: Wikipedia. Der Gedenktag an die Opfer der politischen Repression.

 

Name: Das Denkmal für die Opfer politischer Repression „Stein der Trauer“
Ort: Dinamowskaja Str., 3b
Datum des Baus: 1991.

Historisches Ereignis: Im 1990 wurde  die Begräbnisstätte der Hinrichteten im Hof des ehemaligen Gebäudes der Verwaltung des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten Bijsk im Laufe der

Bauarbeiten entdeckt. Aus einer drei Meter tiefen Grube wurden die Überreste von 68 Menschen geborgen. An der Stelle der Erschießungen wurde ein Denkmal mit einer Gedenktafel errichtet, seine Inschrift lautet: „Stein der Trauer zum Gedenken an die unschuldigen Opfer des totalitären Regimes, die hier im Hof ​​des Gebäudes des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten erschossen wurden. Wir schwören, sie nie zu vergessen.‟ Die Opfer der Repression waren Menschen verschiedener Nationalitäten, darunter auch Deutsche. Im Jahr 2012 wurde das Denkmal an einen anderen Ort verlegt – in die neue Kapelle der Neomärtyrer und Bekenner Russlands auf der Straße Dinamowskaja, die zu Ehren der Opfer der Repression erbaut wurde.

Literaturverzeichnis:

Durch Russland mit dem Auto. Denkmal für die Opfer politischer Repression „Stein der Trauer“. https://autotravel.ru/otklik.php/

Objekt Nr.2

Foto von: Das Virtuelle Gulagmuseum. Museumsbestand. Das Denkmal für die Opfer des totalitären Regimes („Stein der Trauer“), Bijsk. http://www.gulagmuseum.org/

Name: Kapelle der Neomärtyrer und Bekenner Russlands
Ort: Dinamowskaja Str., 3b
Baujahre: 2011 – 2012.

Historisches Ereignis: Die Idee, eine Kapelle zu bauen, erschien in den 90er Jahren, als man auf einen Erschießungsort auf der Sowjetskaja Straße stieß. Im Jahr 1990 entdeckten die Bauarbeiter einen schrecklichen Fund: Auf einmal wurden 68 Menschenschädel mit dem ähnlichen Loch im Hinterkopf aus dem Boden gehoben. Ein Jahr später erschien der Stein der Trauer am Ort der Massenerschießungen. Dann begann man über die Kapelle zu reden, doch es kam nicht über die Installation des Steins der Trauer hinaus. Im Jahr 2010 wurde beschlossen, eine Kapelle zu Ehren der Opfer der Repression zu errichten, unter denen es Menschen verschiedener Nationalitäten gab, darunter auch Deutsche. Die Steinkapelle mit Zeltdach im russischen Stil wurde 2011 gegründet. Sie wurde geweiht am 30. Oktober 2013.

Literaturverzeichnis:

Sobory.ru. Volkskatalog der orthodoxen Architektur. Bijsk. Kapelle der Neomärtyrer und Bekenner Russlands. https://sobory.ru/article/

Kirchenbauten Russlands. Die Kapelle der Neomärtyrer und Bekenner Russlands in Bijsk. http://www.temples.ru/card.php

 

Objekt Nr.3

Foto von: Nekropole des Terrors und der Gulag. Kartei der Begräbnis- und Gedenkstätten. Friedhof Wosnesenskoje (Alter Friedhof Nagornoje) in der Stadt Bijsk. https://mapofmemory.org/

Name: Granitstele mit der Inschrift: „Hier sind die Überreste von Opfern stalinistischer Repression begraben‟
Ort: Friedhof Wosnesenskoje, Soltonskij Trakt, 2
Eröffnungsdatum: 30. Oktober 1994.

Historisches Ereignis: Der Friedhof Wosnesenskoje in der Stadt Bijsk existiert seit 1772 und hat heutzutage den Status eines Denkmals für Geschichte. Während des Großen Vaterländischen Krieges wurden hier Soldaten, die in Bijsker Krankenhäusern starben, Sondersiedler, die in Bijsk und Umgebung lebten (1940er – 1950er Jahre) sowie Kriegsgefangene und Internierte (1945–1947) begraben.

Im Juni 1990 wurden die Überreste von 68 Menschen, die während des Großen Terrors erschossen wurden und im Hof ​​des ehemaligen Gebäudes der Verwaltung des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten Bijsk gefunden wurden, hierher umgebettet und in einem Massengrab beerdigt. Auf Initiative der Bijsker Gesellschaft „Memorial‟ wurde am Ort der Umbettung ein temporäres Denkmal errichtet –  ein Schild und ein Kreuz –  und gleichzeitig begann man mit der Mittelbeschaffung für ein ständiges Denkmal. Eine Granitstele mit der Inschrift „Hier sind die Überreste von Opfern stalinistischer Repression begraben‟ wurde im Jahr 1994 errichtet. Die Opfer der Repression waren Menschen verschiedener Nationalitäten, darunter auch Deutsche.

Literaturverzeichnis:

Nekropole des Terrors und der Gulag. Kartei der Begräbnis- und Gedenkstätten. Friedhof Wosnesenskoje (Alter Friedhof Nagornoje) in der Stadt Bijsk. https://mapofmemory.org/

 

Objekt Nr.4

Foto von: Yandex Maps. Zentrum der deutschen Kultur. https://yandex.ru/maps/

Name: Regionale öffentliche Organisation im Altai „Zentrum der deutschen Kultur“
Ort: Muchatschjowa Str., 228/4

Information: Das Zentrum der deutschen Kultur wurde am 20. September 1993 auf Initiative von Molokowa Margarita Aleksandrowna, einer Deutschlehrerin am Lyzeum Bijsk, gegründet, um beim Erlernen der deutschen Sprache zu helfen, Kontakte zu Deutschland und deutschen Organisationen in Russland herzustellen und die Russlanddeutschen in der Stadt Bijsk zu konsolidieren.

Am 20. Dezember 1996 wurde das Zentrum als regionale öffentliche Organisation mit dem Ziel registriert, die deutsche Sprache und Kultur der Russlanddeutschen zu bewahren und die Weiterbildung von Deutschlehrern und den Aufbau von Partnerschaften mit in Russland tätigen deutschen Organisationen zu organisieren.

Heutzutage zählt Folgendes zu den vorrangigen Tätigkeitsbereichen des Zentrums:

  • Umsetzung von Projekten des Bundesministeriums des Innern zur Unterstützung der Russlanddeutschen (kostenlose Clubs der deutschen Sprache für Kinder und Erwachsene, ethnokulturelle Kinderspielplätze, Sozialhilfe für ältere Russlanddeutsche, Clubs für Hobbys);
  • Sprachkurse für Kinder und Erwachsene;
  • Sprachcamps;
  • Bildungstourismus;
  • Beratung und Vorbereitung von Unterlagen für den Daueraufenthalt in Deutschland
  • Übersetzungsdienstleistungen und notarielle Beglaubigung.

Unter Mitwirkung des Goethe-Instituts finden didaktisch-methodische Seminare für Deutschlehrer statt. Auf solche Weise bilden sich Lehrer an Bildungseinrichtungen in Russland und Deutschland regelmäßig weiter. Seit 1998 gibt es im Zentrum der deutschen Kultur einen Kinder- und Jugendclub „Clique‟, der wiederholt mit Preisen für Kinder- und Jugendfestivals ausgezeichnet wurde. Mit finanzieller Unterstützung der autonomen Bildungsorganisation „Internationaler Verband der deutschen Kultur‟ leistet das Zentrum seit 2013 Sozialhilfe älteren notleidenden Russlanddeutschen, die in Bijsk und Umgebungen der Altai-Region leben, im Rahmen einer Vereinbarung der deutsch-russischen Regierungskommission zur Unterstützung der Russlanddeutschen. In den Jahren 2001 und 2002 wurde die Organisation mit einer Ehrenurkunde und eine Medaille des Deutsch-Russischen Forums (Berlin) für zivile Initiativen zur Entwicklung von Partnerschaften zwischen Russland und Deutschland ausgezeichnet.