Objekt Nr.1

Foto von: Bekk Wladimir

Name: Museum der deutschen Mennoniten „Mennonitischer Hof“
Ort: Sowjetskaja Str., 29
Gründer: L.A. Janzen
Eröffnungsdatum: 1995.

Historisches Ereignis: Im Dorf Ananjewka funktioniert seit 1995 das einzige in der Altai-Region Museum der deutschen Mennoniten „Mennonitischer Hof“, das die Besucher mit der Geschichte, dem Leben, der Kultur und den Traditionen der Bewohner der mennonitischen Dörfer des Ananjewskij Dorfrats vertraut macht.

Das Dorfmuseum in Ananjewka ist ein wesentlicher Bestandteil des Zentrums der deutschen Kultur „Zhuravuschka“. Schließlich sind es die Mitarbeiter des Zentrums, die zusammen mit den Mitarbeitern des Kindergartens freiwillig zur Entwicklung des Museumsgeschäfts in Ananjewka  beitragen, und dank der Begeisterung mehrerer Menschen bleibt eine Ecke der Originalität, Geschichte und Kultur des Dorfes erhalten.

Das Museum verfügt über Materialien, die das Leben, die Geschichte und die Kultur der mennonitischen Deutschen widerspiegeln: Haushaltsgegenstände, Werkzeuge, Kunsthandwerk, Bücher, Musikinstrumente, Fotografien. Auf dem Museumsgelände befinden sich: ein Raum des deutschen Lebens, ein Raum für die Kreativität der Russlanddeutschen, ein Raum für Militär- und Arbeitsruhm, ein Raum für die Geschichte der Schule.

Unter den Exponaten: alte Bibeln mit genealogischen Aufzeichnungen, Möbel lokaler Handwerker, ein Hochzeitskleid aus dem Jahr 1954, eine Nähmaschine „Kaiser “, eine Schatulle mit Schmucksachen für Haare, einen Abpresser zur Herstellung von Sirup aus Rüben, Karotten, Wassermelonen, eine Kaffeemühle zur Herstellung von Zubereitungen aus gebratenen Zutaten und gemahlenes Getreide.

2012, zum 100. Geburtstag des Dorfes, wurde das Museum renoviert und erschien eine Freiluftausstellung „Mennonitischer Hof“, die die Struktur des deutschen Herrenhauses wiederholte. Im Hof ​​vor dem Museum gibt es ein Modell einer Windmühle und einen Brunnen, einen alten Grasmäher, einen handgefertigten Holzkarren, einen Ofen, in dem in den Ferien Brötchen und Kuchen nach alten Rezepten gebacken werden, neben dem Ofen gibt es einen Stand für ein spezielles Waffeleisen (Wufelisa) und traditionelle Waffeln (Wufle) werden auf offenem Feuer zubereitet.

 Janzen Lidija Arturowna – Leiterin des Zentrums der deutschen Kultur „Zhuravuschka“

Objekt Nr.2

Foto von: Janzen Lidija

Name: Zentrum der deutschen Kultur „Zhuravuschka“ im Dorf Ananjewka
Ort: Sowjetskaja Str., 32

Beschreibung: Das Zentrum der deutschen Kultur „Zhuravuschka“ wurde 1996 gegründet. Die Bewohner von Ananjewka haben die Sprache ihrer Vorfahren bewahrt, sie beleben Kultur und Traditionen wieder, lernen und geben die Geschichte der Russlanddeutschen und an die jüngere Generation weiter. Dieses Zentrum unterscheidet sich von anderen durch seine Arbeit zur Erhaltung des niederdeutschen Dialekts der deutschen Mennoniten.

Das Zentrum arbeitet mit allen Altersgruppen der Bevölkerung: ältere Menschen, Erwachsene, Mittelalter, Kinder, Kleinkinder.

Während der Treffen lernen die Mitglieder des Kinderklubs Familien- und Kalenderferien, Weihnachts- und Ostertraditionen, Weihnachtssingen, Lieder, Abzählreime und Sprüche kennen. Dann verwenden sie diese bei Veranstaltungen, zu denen sie ihre Verwandten, Freunde und Bekannten einladen. Die Klubmitglieder nehmen an regionalen Wettbewerben, Festivals und Projekten aktiv teil.

Für Erwachsene wurde der Klub der Liebhaber des Dialekts „Landsleute“ gegründet – als Klub für Kommunikation in ihrem Mutterdialekt Plattdeutsch. Schon viele Jahre lernen die Teilnehmer jeden Tag während der Kommunikation  das Thema des Tages kennen, singen Lieder, lesen Gedichte, erinnern sich

an Weihnachtslieder, schauen sich Videos an, bereiten sich auf die Feiertage vor und lernen Traditionen kennen.

Im Zentrum der deutschen Kultur wurde ein Kinderklub „Junger Heimatforscher“ gegründet, in dem Kinder die Kultur, das Leben und die Traditionen von Russlanddeuschen und deutschen Mennoniten kennenlernen. Traditionell werden  im Museum Ostern, Dreifaltigkeit und Weihnachten mit Kindern und ihren Familien gefeiert. Es finden Ausflüge und Workshops statt, bei denen Sie die Besucher mit den Traditionen des deutschen Volkes, Liedern und Witzen, der Küche und dem Alltag der Russlanddeutschen vertraut machen können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Zentrums der deutschen Kultur „Zhuravuschka“ ist das Dorfmuseum in Ananjewka, in das alle eingeladen sind, die sich für die Kultur, den Alltag und die Geschichte der Bewohner von Ananjewka interessieren.

Janzen Lidija Arturowna – Leiterin des Zentrums der deutschen Kultur „Zhuravuschka“